Ehekrise nach der Geburt

Nach einer langen Schwangerschaft und einem anstrengenden Finale ist es endlich da. Euer Baby!


Euer Sonnenschein. 


Die Krönung der Liebe zwischen zwei Menschen...


Und von da an lebten sie glücklich und zufrieden...

So hast du es dir jedenfalls vermutlich vorgestellt. Aber irgendwas ist nicht so wie es sein sollte.

Anstatt euch als Partner und jetzt auch als Familie noch näher zusammenzuschweißen, scheint die neue Situation zwischen euch zu stehen.

Anstatt liebevoller miteinander umzugehen seid ihr beide gereizt und es kommt zu Streitereien

Und jetzt ist sie da… Die Ehekrise nach der Geburt eines Kindes.


Dabei ist zunächst einmal ganz wichtig zu verstehen, dass ihr damit nicht allein seid!

Über 70% der Paare beklagen im ersten Jahr nach der Geburt in Umfragen einen massiven Rückgang der Beziehungszufriedenheit.

Warum ist das so?

Gründe für die Ehekrise nach der Geburt

Ein Baby verändert so ziemlich euer gesamtes Leben. Kaum etwas bleibt so, wie es vorher war. Selbst wenn dir und deinem Partner das vielleicht theoretisch klar war, kann man sich doch nicht wirklich darauf vorbereiten und es ist etwas völlig anderes, wenn es auf einmal Realität ist.

Zu wenig Schlaf

Wenn die Frau in der Beziehung noch stillt, oder euer Baby einfach nicht gut schläft, dann entwickeln junge Eltern schnell ein fieses Schlafdefizit.

Vielleicht hast du ja schon davon gehört, dass Schlafentzug eine ziemlich effektive Foltermethode ist. Aber auch in der etwas geringeren Form wie ihn junge Eltern kennen, führt er schnell zu einer erhöhten Reizbarkeit.

Wenn ihr zu wenig Schlaf bekommt, wird sozusagen eure Zündschnur kürzer und ihr fangt an, euch in der Beziehung viel mehr anzuzicken. Wenn ihr das nicht abfangt und die richtigen Dinge tut, ist das oft der Start in eine Ehekrise.

Überforderung

Ob ihr jetzt vorher fleißig Bücher über Babys gelesen habt oder nicht. Am Ende ist alles neu und man muss all die Dinge, die man für und mit dem Kind macht erst einmal lernen.

Ich weiß noch, dass meine Frau und mich die Situation am Anfang ziemlich gestresst hat. Wenn man dann auch noch kein “Anfängerbaby” bekommt, sondern das Kind viel schreit, dann macht es die Sache gleich noch doppelt schwierig.

Und an wem lassen wir es aus, wenn wir uns gestresst fühlen? Der Person, von der wir wissen, dass sie es am ehesten verkraften kann, weil sie uns liebt. Unserem Partner.

Falsche Erwartungen

Kinder, insbesondere Kleinkinder sind unheimlich anstrengend und brauchen so viel Aufmerksamkeit.

Auf einmal ist man - vor allem die Mutter - fast nur noch fremdgesteuert.

Das ist eine Situation, auf die man nicht wirklich vorbereitet wird und sie kann zusätzlich zu dem Schlafentzug und der Überforderung sehr an den Nerven zehren.

In seiner Vorstellung hat man die harmonische Familie mit dem süßen Baby und in der Realität wird man dauernd angebrüllt, ist übermüdet und überfordert und streitet auch noch ständig mit seinem Partner. Das man sich das alles anders vorgestellt hat (gilt für beide Partner), macht die Sache leider auch nicht besser.

Frustration beim Mann

Insbesondere in den ersten Monaten und wenn die Frau noch stillt, kann man als Mann nur bedingt etwas tun.

Wobei zu tun gibt es natürlich mehr als genug, aber während die Frau sehr schnell eine tiefe Bindung zum Baby bekommt, kann das bei Männern schon einmal etwas länger dauern.

Und anstatt wie vorher die volle Aufmerksamkeit der Partnerin zu haben, ist man auf einmal nur noch so etwas wie das fünfte Rad am Wagen. Lust auf Sex hat die Frau aufgrund der Müdigkeit oder der Folgen der Geburt in dieser Zeit auch häufig wenig. Da kann sich dann schonmal einiges an Frust aufstauen. 

So hatte man(n) sich das irgendwie nicht vorgestellt. Und da man ja auch Nachtschichten mit macht, kommt hier auch der Schlafmangel erschwerend hinzu.

Beziehung läuft nur noch nebenher

Wenn du dir die ersten vier Gründe ansiehst (und ich hätte noch eine menge weitere aufführen können), ist der fünfte eher eine Folge. Weil ihr so damit beschäftigt seid, dass Kind am Leben zu halten und mit der Situation klarzukommen, tritt die Beziehung erst einmal in den Hintergrund.


Und da beide übermüdet und genervt sind, entladen sich die Spannungen häufig in einem Ehekrach oder wachsen sich zu wirklichen Beziehungskrisen aus.

Was könnt ihr gegen die Ehekrise machen?

Natürlich haben Paare dann die Hoffnung, dass sich die Krise wieder legt, wenn das Kind einmal angekommen ist und wieder der Alltag zurückkehrt. Aber leider passieren in dieser Zeit auch einige unterbewußte Änderungen, die - wenn ihr nichts dagegen tut - eure Beziehung dauerhaft sabotieren können.

Viele Scheidungen haben ihren Ursprung darin, dass die wirklichen Veränderungen, die durch Kinder in die Beziehung gekommen sind, den Partnern nicht klar sind und so auf Jahre negativ auf die Beziehung einwirken.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, was für unterbewußte Veränderungen in einer Beziehung passieren, wenn aus Paaren Eltern werden, dann melde dich zu meinem kostenlosen Online Vortrag “Das After Kids Dilemma” an.

In diesem Vortrag erkläre ich dir in etwa 80 Minuten genau was bei euch in dieser Zeit passiert ist und zeige dir, was ihr tun könnt, um wieder zu einer liebevollen und harmonischen Partnerschaft zurückzufinden:
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