Wie eine Tankstelle deine Beziehung retten kann

von  Niklas Löwenstein

“Kannst du jetzt BITTE an dieser Tankstelle tanken…”

Wir waren grade auf dem Heimweg nach einem Ausflug mit den Kids. Über die Lautsprecher erklärte Mufassa grade Simba die Welt und ich musste innerhalb von Sekunden entscheiden, ob ich jetzt eine Diskussion anfangen wollte oder nicht…

Gut, dass ich mich jetzt schon ziemlich lange mit Beziehungen beschäftige, von daher atmete ich einmal tief durch, wählte Tor 1 und sagte sowas wie “klar Schatz, machen wir”...

Mein innerer Dialog sah allerdings etwas anders aus:

Wir sind auf der Autobahn… Das kostet doch direkt mal 5 Euro mehr jetzt hier zu tanken und wenn wir in 30 Minuten bei unserer Tanke Zuhause ankommen, haben wir immer noch locker genug Benzin für 100 Kilometer im Tank…

DAS MACHT DOCH GAR KEINEN SINN 
🤯

Bedürfnisse…

Wir alle haben ein paar Grundbedürfnisse. Das Problem daran ist einfach nur, dass wir NICHT die gleichen haben. Und dass aus Kleinigkeiten leicht ein riesen Streit werden kann, wenn wir die unseres Partners nicht kennen.

Meine Frau und ich haben zum Beispiel ein völlig unterschiedliches Bedürfnis nach Sicherheit

… Wenn die Tanknadel auch nur in die Nähe des roten Bereichs kommt, sieht sie sich in ihrem inneren Auge schon auf dem Seitenstreifen der Autobahn stehen.

Mit quengelnden Kindern...
Während ich mit dem Benzinkanister los stiefele…

Ich dagegen vertraue einfach der Anzeige, wie weit wir noch fahren können. Und denke mir, dass nachdem die Anzeige wirklich bei 0 steht, man noch locker 20 Kilometer fahren kann.

Wir haben in der gleichen Situation also völlig unterschiedliche Perspektiven.

Und solange du in so einer Situation die Sichtweise deines Partners nicht kennst, oder dir das Bedürfnis dahinter nicht klar ist, kann das ganz einfach zu einem Problem werden.

Denn was meinst du, wie die Diskussion geendet hätte, wenn ich jetzt auf der Logik beharrt hätte, während es für sie um ein Gefühl ging...

Und als ich dann an der Tankstelle am Zapfhahn stand und den hochzählenden Euronen zugeschaut habe, kam mir ein Gedanke:

Deine Beziehung ist im Grunde wie ein Auto.

Du kannst es jede Woche waschen gehen...

Du kannst ihm die schönsten Felgen und das teuerste Motoröl kaufen…

Aber wenn du nicht weißt, dass es Super braucht und stattdessen Diesel tankst, ist alles, was du sonst tust egal…

Und genauso ist es mit den Bedürfnissen deines Partners.

Wenn du nicht wirklich verstehst, wie dein Partner tickt, wenn du seine oder ihre Bedürfnisse nicht kennst und dafür sorgst, dass sie in eurer Beziehung befriedigt werden…

Dann ist es egal, was du sonst machst!

Dann lässt es sich auch mit den besten Absichten nicht vermeiden, dass ihr euch regelmäßig streiten werdet.

Dass ihr euch regelmäßig enttäuscht.

Und dass es sehr sehr schwer wird, eure Liebe in einem stressigen Alltag dauerhaft lebendig zu halten.


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Niklas Löwenstein


Muss ich mich wirklich trennen, oder gibt es noch Hoffnung? Niklas war kurz davor, seine Ehe gegen die Wand zu fahren... Um seine Kinder vor einer Scheidung zu bewahren und wieder glücklich werden zu können, stürzte er sich auf alles, was seiner Beziehung vielleicht helfen konnte.

Aus dieser Suche wurde erst ein Hobby und dann nach und nach seine Lebensaufgabe. Heute ist seine Ehe glücklicher als je zuvor und er hilft mit seinen Artikeln, Büchern und Programmen hunderttausenden dabei, auch wieder glücklichere Beziehungen zu führen.

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