Beziehung retten | 7 Alarmsignale und schnelle Hilfe

von  Niklas Löwenstein

Du willst deine Beziehung retten und weißt nicht, wie das gehen soll? Du bist auf der Suche nach einfachen Antworten auf deine Fragen - weil dir ohnehin schon der Kopf schwirrt?

Die zu finden ist natürlich nicht leicht. Denn leider bekommt man keine Gebrauchsanweisung in die Hand gedrückt, wenn man sich verliebt.

Jede Beziehung, jedes Paar ist anders. Aber ich verrate dir noch etwas: Es gibt eben doch immer wieder Ähnlichkeiten.

Ähnliche Probleme in den Beziehungen, ähnliche Verhaltensweisen. Und daher kann es sie eben doch geben: Tipps, die dir wirklich weiterhelfen, wenn du deine Beziehung retten willst. Die eine Trennung vielleicht doch noch abwenden können.

Lies also weiter, 

  • ...wenn du erfahren möchtest, wie es zu dem Konflikt kommen konnte. 
  • ...wenn du dir unsicher bist, ob es noch nicht zu spät ist für euch, die Krise abzuwenden.
  • ...wenn du wissen willst, wie du deine Beziehung retten und Krisen künftig besser vermeiden kannst.

🛑 Vorab noch ein ganz wichtiger Hinweis: Wenn ihr Eltern seid, dann haben eure Beziehungs-Probleme wahrscheinlich mit einem Phänomen zu tun, das ich das After Kids Dilemma nenne. Dazu habe ich extra einen kostenlosen Online-Kurs gedreht. Denn wie das eure Beziehung beeinflusst, sollte meiner Meinung nach jedes Eltern-Paar wissen -> hier kannst du dir den Kurs ansehen

5 Gründe für Beziehungskrisen - Wie es soweit kommen konnte, dass ihr eure Beziehung retten müsst.

Es gibt viele Arten von Beziehungsproblemen. Und es gibt wahrscheinlich noch mehr verschiedene Gründe für eine Krise. Das liegt einfach daran, dass jeder Mensch anders ist. Und auch jedes Paar ist somit individuell. Um zu wissen, wie du deine Beziehung retten kannst, verschaffe dir erst einmal einen Überblick. Den Beziehungstest hast du ja schon gemacht. Jetzt schauen wir uns einmal besonders häufig auftretende Gründe für Krisen in Beziehung an.

1. Kommunikation 

Der erste und vermutlich wichtigste Grund, warum eine Beziehung in eine Krise kommt, ist die Kommunikation. Weil sie ganz schnell daneben gehen kann. Und wir das ganz häufig nicht einmal bemerken.

Das liegt unter anderem daran, dass wir auf verschiedenen Ebenen kommunizieren. Kommunikation ist nämlich nicht nur die Information, die durch Sprechen übermittelt wird, sondern auch deine Mimik, deine Körperhaltung, Bewegungen… Und durch dieses Nonverbale wird viel mehr weitergegeben als die bloße Information.

Leider läuft das eben ganz oft unbewusst ab. Es kann sein, dass dein Gegenüber eine Botschaft ganz anders auffasst, als du sie gemeint hast - weil es zum Beispiel Signale aus deiner Körpersprache stark interpretiert. So kann es schnell zu Missverständnissen kommen. 

Wenn ihr Konflikte nicht aufarbeitet, können sie sich schnell wie ein Filter über eure Nachrichten legen. So hört dein Partner vielleicht etwas Negatives aus deiner Nachricht, das du gar nicht meintest. Oder du klingst gereizt oder vorwurfsvoll, weil du eigentlich ein Bedürfnis hast, das du aber nicht mitteilst (weil es dir vielleicht auch gar nicht bewusst ist!).

So ist, wenn du etwas sagst, die reine Information wie die sichtbare Spitze eines Eisbergs. Und “unter der Oberfläche” wird noch viel mehr mitgeteilt. Aber dann nur als Stimmung oder Unterton.

Das kann dann wiederum dazu führen, dass dein Partner irritiert oder ungeduldig reagiert. Und sich zurückzieht oder angreift. Den Teil unter Wasser wieder zu sichten und auf eine gute Weise ins Gespräch zu bringen, ist eine wichtige Aufgabe, wenn du deine Beziehung retten willst.

2. Individuelle Verhaltensmuster

In der Psychologie spricht man von Verhaltensmustern, wenn jemand sich in bestimmten Situationen immer ähnlich verhält.

Das ist eigentlich etwas Nützliches. So passt sich der Mensch nämlich seiner Umwelt an, um in ihr zu bestehen. In dem Satz klingt jetzt schon ein bisschen das Drama durch, das dabei entstehen kann.

Oft sind es nämlich Verhaltensweisen, die wir als Kinder erlernen und die sich dann sehr stark festigen können - und das ganz unbewusst. Und obwohl wir als Erwachsener vielleicht ganz anders in der Lage wären, zu reagieren, schaltet sich dieses Muster automatisch in Situationen ein, die der von früher ähnlich sind. Ich bin mir sicher, dass du das auch schonmal erlebt hast.

Ein Beispiel: Ben hat als Kind gelernt, dass es nichts bringt, wenn er seiner schimpfenden Mutter etwas entgegnet. Sie schimpfte weiter und wenn er etwas sagte, wurde es immer noch viel schlimmer. Am besten war es, auf Durchzug zu stellen und sich zurückzuziehen. Heute lebt er mit Anna zusammen. Anna ist im Moment ziemlich gestresst in ihrer Arbeit und fängt, wenn ihr etwas zu Hause nicht schnell genug geht, oft an zu schimpfen. Oder sie kritisiert ihn. Ben braucht als erwachsener Mann eigentlich keine Angst zu haben, mit Anna durch diesen Konflikt zu gehen. Aber bei Ben greift das damals erlernte Muster, ohne dass er es merkt. Er zieht sich zurück. Wenn es ganz schlecht läuft, macht das Anna noch wütender und sie schimpft heftiger. Was Ben noch mehr zum Rückzug bewegt. Ein richtiger Teufelskreis.

3. Unrealistische Erwartungen

Am Anfang einer Beziehung ist in den allermeisten Fällen alles erstmal schön, besonders, aufregend. Wir sprechen von “Schmetterlingen im Bauch” oder davon, dass “der Himmel voller Geigen hängt”. Es kann enttäuschend sein, wenn sich diese Gefühle dann im Laufe der Zeit ändern. Die Liebe mag sich vertiefen, aber die Schmetterlinge werden in der Regel weniger.

Dazu kommt, dass wir alle unsere Bedürfnisse und Wünsche haben. Und die können wirklich sehr unterschiedlich sein. Sie liegen in unseren Charakteren begründet. In der Art, wie wir aufgewachsen sind, in der Art, wie wir als erwachsene Menschen leben.

Das heißt, du hast in der Regel andere Bedürfnisse als dein Partner. Oft ist es aber so, dass wir uns dieser vielen, vielen kleinen und großen Bedürfnissen gar nicht bewusst sind. Und dann kann in eurer Beziehung schnell ein Problem entstehen. Nämlich, wenn ihr automatisch davon ausgeht, dass der Andere dasselbe Bedürfnis hat. Oder ähnliche Wünsche. Dann kann es schnell sein, dass Erwartungen enttäuscht werden. 

4. Zu wenig Zeit füreinander

Das ist ein Problem, was auf zweierlei Arten daherkommen kann. Zum einen gibt es die Paare, die in einer Lebensphase zusammenkommen, in der sie wahnsinnig eingespannt sind. Sie lernen sich kennen und verlieben sich, obwohl sie eigentlich gerade wenig freie Zeit haben. Dann ist es natürlich sehr schwierig, die Beziehung zu vertiefen und stärkere Gefühle füreinander zu entwickeln. 

Der andere Fall ist, wenn ein Paar nach der ersten Verliebtheitsphase im Alltagstrott ganz allmählich die Beziehung aus den Augen verliert. Es bleibt neben allen alltäglichen Aufgaben zu wenig Zeit füreinander übrig.

Wenn ihr Kinder zusammen habt, kann es ganz besonders leicht passieren: plötzlich seid ihr nur noch Eltern und kaum noch ein Liebespaar. Einfach, weil es so viel zu tun und zu organisieren gibt. Und wenn ihr dann abends mal Zeit zum Reden habt, sprecht ihr auch nur noch über die Kinder und woran ihr am nächsten Tag unbedingt denken müsst.

Wenn du mehr darüber wissen willst - und vor allem darüber, wie du die Situation ändern kannst! - dann empfehle ich dir mein kostenloses Webinar After Kids-Dilemma.   Es beschäftigt sich genau mit diesem Problem und zeigt dir Lösungen auf.

5. Äußere Einflüsse

Ein weiterer Grund, weshalb eine Beziehung in eine Krise kommen kann, ist ein negativer Einfluss “von außen”. Damit ist euer Umfeld gemeint. 

Jeder von euch bringt sein eigenes Umfeld, im wesentlichen Familie und Freunde, mit in die Beziehung hinein. Und auch wenn du dich in diesen einen Menschen verliebt hast, heißt das ja nicht, dass auch mit jedem aus seinem Umfeld eitel Sonnenschein herrschen muss.

Es kann für euch als Paar belastend werden, wenn von außen jemand ständig negativ auf eure Beziehung einwirkt. Da braucht es eine große Aufmerksamkeit und viel Kommunikation innerhalb der Partnerschaft.

Ist meine Beziehung noch zu retten? Zwei Arten von Beziehungskrisen

Das waren jetzt wirklich nur ein paar Gründe. Es kann, wie gesagt, noch viele andere geben.

Jedes Paar durchlebt so seine Höhen und Tiefen. Schließlich heißt es in diesem berühmten Ehegelübde nicht umsonst “in guten wie in schlechten Zeiten”. Daran denkst du natürlich am Anfang einer Beziehung nicht. In der Phase kribbelt es einfach überall, wenn du an den anderen denkst. Du siehst den Partner durch eine rosarote Brille, die alle kleinen Fehlerchen verschwinden - oder wenigstens charmant aussehen - lässt.

Diese erste Phase dauert bis zu drei Jahre an. Wenn alles gut läuft, vertieft sich eure Beziehung dann und aus Verliebtheit wird Liebe.

Beziehungskrisen können aber theoretisch jederzeit auftauchen. Sie können sich heimlich einschleichen. Das ist oft in längeren Beziehungen der Fall, vor allem, wenn ihr auch zusammenlebt.

Dann kann es schnell passieren, dass die Romantik im Alltag allmählich untergeht. Das passiert wirklich sehr, sehr häufig. Und die gute Nachricht ist: Wenn das auf dich und deine Beziehung zutrifft, kannst du da ganz schnell gegensteuern! Am besten schaust du dir in diesem Fall mal meinen Kurs Beziehungs Boost an, den ich genau für dieses Problem entwickelt habe. Hier gehts zum Kurs 

Es gibt noch eine andere Art von Beziehungskrise. Nämlich die, die dich ganz plötzlich überfährt. Die einen bestimmten, manchmal ganz plötzlichen oder unerwarteten Auslöser hat. Aber auch hier musst du nicht hilflos zusehen, wie deine Beziehung daran scheitert. 

In beiden Fällen kannst du einiges tun, denn du willst ja deine Beziehung retten! 

Wie du das angehen kannst, damit es bei euch nicht zur Trennung kommt, schauen wir uns jetzt mal an.

Mach den Beziehungstest! 

Deine Beziehung steckt in der Krise. Du fragst dich, ob es überhaupt noch weitergehen kann. Und vielleicht hast du auch schon ernsthaft über eine Trennung nachgedacht. Aber du bist gerade hier, weil du eben nicht den Kopf in den Sand stecken möchtest. Du suchst nach einer Lösung. Du willst deine Beziehung retten! Und dafür muss erst einmal ganz klar sein, wo genau das Problem liegt.

Starte jetzt am besten mit unserem Beziehungstest. Und mit den Erkenntnissen, die du aus ihm gewinnst, kannst du dann loslegen.

Wie du deine Beziehung retten kannst: 7 Alarmsignale und Rettungsringe

  1. 1
    Ihr sprecht weniger miteinander. Meistens drehen sich eure Gespräche um Alltägliches: die Kinder, Besorgungen, die noch gemacht werden müssen usw.
  2. 2
    Ihr streitet häufiger. Es kann sein, dass ihr eure Gefühle dabei absichtlich verletzt.
  3. 3
    Ihr verbringt eure Zeit lieber getrennt als gemeinsam.
  4. 4
    Ihr lebt nur noch nebeneinander her, interessiert euch weniger füreinander.
  5. 5
    Ihr berührt oder küsst euch immer seltener.
  6. 6
    Ihr (oder einer von euch) verbringt immer weniger Zeit zuhause.
  7. 7
    Eigenheiten deines Partners stören dich auf einmal. Du findest ihn/sie weniger attraktiv.

Findest du deine Beziehung in einer oder mehreren dieser Anzeichen wieder? Gehen wir sie einmal Punkt für Punkt durch:

Anzeichen 1: Ihr sprecht weniger miteinander. Meistens drehen sich eure Gespräche um Alltägliches: die Kinder, Besorgungen, die noch gemacht werden müssen usw.

🛑 Das Problem: 

Obwohl ihr miteinander sprecht, entsteht dadurch kaum Nähe zwischen euch. Das reine “Besprechen” von Organisatorischem verbindet euch nicht miteinander. So kommt es dann dazu, dass ihr euch immer mehr voneinander entfernt.

✅ Dein Rettungsring: 

Ganz klar: Alltagsdinge müssen besprochen werden. Wenn man sich einen Haushalt teilt oder sogar Kinder miteinander hat, können das auch wirklich sehr viele werden. Wer macht was? Wer holt die Kinder? Wann muss dieses und jenes erledigt werden?

Aber es ist wirklich wichtig, dass ihr auch darüber hinaus über andere spannende Dinge sprecht. Erzählt einander, wie es euch geht und was ihr euch wünscht. Und hört einander wirklich zu. Was bewegt dich gerade besonders? Was war heute für deinen Partner wichtig? 

->Im Artikel Ehe retten habe ich das “Zwiegespräch” beschrieben, eine sehr einfache und wirkungsvolle Methode, auf gute Weise miteinander zu sprechen.

Anzeichen 2: Ihr streitet häufiger. Es kann sein, dass ihr eure Gefühle dabei absichtlich verletzt.

🛑 Das Problem: 

Streit ist bei euch in der letzten Zeit an der Tagesordnung? Sind es Kleinigkeiten, wegen denen ihr euch in die Haare bekommt? Außerdem nervt dieses ständige Herumkritisieren am anderen...

und weil ihr euch so gut kennt, könnt ihr im Streit auch gut die wunden Punkte des anderen treffen. Das sorgt dann lange für dicke Luft und zerstört langfristig euer Vertrauen ineinander.

✅ Dein Rettungsring: 

Die meisten Menschen hatten in ihrer Kindheit leider keine guten Vorbilder, was Kommunikation angeht. Aber das kann man tatsächlich auch später lernen. Ihr könnt lernen, auf eine gute Weise miteinander zu reden und umzugehen.

Macht euch klar, was ihr gewinnen könnt, wenn ihr zusammen übt, alte Gewohnheiten zu durchbrechen. Und durch neue, bessere zu ersetzen. Mit diesem Ziel habt ihr schon viel gewonnen und lauft weniger Gefahr, in einem Teufelskreis stecken zu bleiben. 

->In meinem Kurs Beziehungs Boost findest du auch so einiges zum Thema Kommunikation, damit du eure Beziehung retten kannst und möglichst schnell gute Erfolge erzielst.

Anzeichen 3: Ihr verbringt eure Zeit lieber getrennt als gemeinsam.

🛑 Das Problem: 

Du hast das Gefühl, ihr geht euch aus dem Weg. Ihr seht euch kaum noch, habt keine Zeit mehr füreinander. Während der eine sich in die Arbeit flüchtet und erst spät aus dem Büro nach Hause kommt, geht der andere vielleicht immer intensiver einem Hobby nach. Das ist dann allerdings für euch der direkte Weg, euch immer weiter voneinander zu entfernen.

✅ Dein Rettungsring: 

Zeit zu zweit ist wichtig. Wenn ihr eure Beziehungskrise überwinden wollt,  müsst ihr etwas miteinander unternehmen, was euch beiden Spaß macht.

Verabredet euch fest und bereitet eure gemeinsamen Abende so vor, dass ihr sie wirklich miteinander verbringt - und nicht nur zusammen vor Netflix landet.

Selbst wenn ihr nicht aus dem Haus kommt, gibt es viele Möglichkeiten für wunderschöne Date-Nights zu Hause.

Anzeichen 4: Ihr lebt nur noch nebeneinander her, interessiert euch weniger füreinander.

🛑 Das Problem: 

Jeder geht seinen eigenen Interessen nach. Ihr interessiert euch nicht mehr so sehr für das, was der andere tut oder wie es ihm geht. Ihr habt euch auseinander gelebt. Wenn du die Beziehung retten möchtest, müsst ihr dringend etwas unternehmen, damit ihr euch wieder nahe kommt. 

✅ Dein Rettungsring: 

Erinnere dich an eure ersten gemeinsamen Wochen. Was fandest du besonders spannend oder attraktiv an deinem Partner? Womit hat er dich so richtig beeindruckt? Wenn ihr zusammen seid, konzentriere dich auf deinen Partner, schau nicht immer auf dein Handy. Sei offen und freundlich zugewandt. Verabredet euch fest zu Gesprächen oder zu Dates. 

-> Die 36 Fragen zum Verlieben, die ich speziell für Paare weiterentwickelt habe, sind eine schöne Möglichkeit, einander schnell wieder näher zu kommen, wenn ihr eure Beziehung retten wollt. 

Anzeichen 5: Ihr berührt oder küsst euch immer seltener.

🛑 Das Problem: 

Berührungen, Kuscheln und Küsse werden weniger und flüchtiger. Meistens bleibt es dabei. Sex habt ihr kaum noch, zu wenig Zeit, zu anstrengend. Wenn aber körperliche Nähe immer weniger wird, werdet ihr euch irgendwann nur noch wie gute Freunde fühlen. 

✅ Dein Rettungsring: 

Fehlende Zärtlichkeiten und kein Sex mehr sind oft ganz deutliche Zeichen dafür, dass die Liebe schwindet. Von heute auf morgen kann man aber nichts erzwingen.

Achte aber mal darauf, deinen Partner wieder mehr zu berühren, damit ihr euch langsam wieder näher kommt. Wie schnell und in welcher Intensität, das entscheidet ihr.

Es ist aber so, dass auch kleine Berührungen dafür sorgen, dass in euren Körpern Oxytocin ausgeschüttet wird. Oxytocin wird auch das “Kuschelhormon” genannt. Es stärkt aber nicht nur eure Bindung, sondern kann auch Stress und sogar Schmerzen reduzieren, Blutdruck senken und dein Immunsystem stärken. 

Viele Gründe also, wieder mehr in körperlichen Kontakt zu gehen. Auch kleinste Zärtlichkeiten zählen! 

Anzeichen 6: Ihr (oder einer von euch) verbringt immer weniger Zeit zuhause.

🛑 Das Problem: 

Dein Partner geht neuerdings jeden Abend ins Fitnessstudio. Du bleibst lange im Büro, weil es da momentan einfach so viel zu tun gibt. Im Anschluss gehst du noch mit Kollegen aus, weil das gut fürs Team ist. Eure Beziehung steht vielleicht nicht an letzter Stelle, aber schon ziemlich weit unten. Ihr entfernt euch immer mehr voneinander. Eure Zuneigung zueinander wird so immer weiter schwinden.

✅ Dein Rettungsring: 

Räumt eurer Beziehung eine höhere Priorität ein. Ja, ich weiß, das ist schwierig. Oft hat man wahnsinnig viele Bälle gleichzeitig in der Luft - Arbeit, Kollegen, Freunde, Familie, Hobbys….

Wenn aber eure Beziehung ständig an letzter Stelle steht, weil sie vielleicht eine ganze Weile lang trotzdem selbstverständlich weiterläuft, geht sie irgendwann den Bach runter.

Die gute Nachricht: Andersherum gilt das auch! Damit meine ich: Gibst du deiner Beziehung immer wieder guten Input, wirst du sehr bald merken, dass alles leichter und besser läuft. 

Wenn du wissen willst, wie genau das funktioniert, möchte ich dir gern meinen Kurs Beziehungs Boost nahelegen. Darin geht es nämlich um genau das: Wie du deiner Beziehung einen Schub geben kannst, damit sie wieder liebevoller, leidenschaftlicher und harmonischer wird -> Hier gehts zum Kurs  

Anzeichen 7: Eigenheiten deines Partners stören dich auf einmal. Du findest ihn weniger attraktiv.

🛑 Das Problem: 

Du kennst das bestimmt: Wenn man sich einmal auf bestimmte Sachen eingeschossen hat, fallen sie einem ständig auf. Etwas, das du anfangs an deinem Partner niedlich oder witzig gefunden hast, treibt dich jetzt so langsam in den Wahnsinn.

Das schlägt sich leider auch auf die Grundstimmung in eurer Beziehung nieder. Und irgendwann weißt du vielleicht gar nicht mehr so genau, was du an deinem Partner überhaupt attraktiv gefunden hast. Du reagierst immer ablehnender und wirst schnell wütend, wenn du unzufrieden bist.

✅ Dein Rettungsring: 

Auch wenn du in letzter Zeit von vielen Dingen genervt warst, bestimmt fällt dir so einiges ein, was dein Partner gut macht oder gut kann. Etwas, womit er dir ab und an eine Freude macht oder was dir generell an ihm gefällt.

Am besten schreibst du das alles für dich mal auf: Was sind gute Eigenschaften deines Partners, wie bringt er dich zum Lachen?

Im nächsten Schritt kannst du üben, diese guten Eigenschaften zu bemerken, wenn dein Partner sie zeigt. Und es ihm dann sagen, was du an ihm schätzt. Allein das kann kleine Wunder bewirken. 

Etwas schwieriger wird es, wenn du etwas ansprechen möchtest, das dich stört...

Versuch es mal auf diesem Weg: Frag deinen Partner mal, was ihn total an dir nervt. Welches Verhalten von dir bringt ihn auf die Palme? Und dann überlegt, was du stattdessen tun könntest. Stellt euch dabei wirklich einmal gemeinsam ganz konkrete Situationen vor, in denen du sonst auf die für ihn nervige Weise reagierst. Was könnte eine gute Alternative sein? Manchmal sind es nämlich wirklich nur Kleinigkeiten. Kleine Schräubchen, an denen gedreht werden muss. 

Im Anschluss könnt ihr auf das Verhalten deines Partners, das dich nervt, zu sprechen kommen und auch hier wieder gemeinsam nach guten Alternativen sorgen. 

Wenn du diese Reihenfolge wählst, ist die Gefahr, dass dein Partner verletzt oder beleidigt reagieren könnte, viel kleiner.

Und genau so kannst du auch vorgehen, wenn du dir wünschst, dass dein Partner äußerlich vielleicht wieder mehr auf sich achtet. Oder wenn du neugierig auf einen anderen Look bei ihm wärest. Schau erst einmal in den Spiegel, überlege, ob du nicht auch Lust hättest, an deinem Äußeren etwas zu ändern. Und sprich mit deinem Partner darüber. So kannst du auch ihm viel leichter einen Vorschlag unterbreiten, ohne ihn damit zu kränken. 

Wenn es plötzlich knallt... Die unerwartete Krise und womit du jetzt deine Beziehung retten kannst

Aber nicht immer kommt die Beziehungskrise langsam, still und leise daher. Manchmal wird ein Paar oder einer der Partner regelrecht davon überfahren. Das kann ein richtiger Schock sein. Im einen Moment wirkt alles wie immer, im nächsten Moment scheint die Beziehung in Trümmern zu liegen. Bildlich gesprochen.

Okay, meistens entwickelt sich das Problem dann auch über eine gewisse Zeit. Aber es gibt einen mehr oder weniger plötzlichen Auslöser. Und dann steht eure Beziehung plötzlich auf dem Prüfstand. Und möglicherweise das Wort Trennung im Raum…

Damit du genau weißt, was ich meine, habe ich mal ein paar Beispiele für dich aufgeschrieben. Aber auch hier gibt es natürlich noch andere kritische Situationen für Paare, die ähnliche Auswirkungen haben können.

1. Life Events - die großen Stressoren

Worum geht es?

Nicht alles im Leben ist planbar. Es gibt immer mal wieder Überraschungen. Und einige davon können großen Stress verursachen. Das kann zum Beispiel der Tod eines nahestehenden Menschen sein. Es kann auch ein Jobwechsel sein oder der Verlust der Arbeit. Eine sich plötzlich völlig ändernde Lebenssituation durch einen eine plötzliche Krankheit oder Verletzung (und dadurch vielleicht auch Berufsunfähigkeit).

Auch etwas eigentlich positive Veränderungen können viel Stress verursachen, wie zum Beispiel ein Umzug oder Nachwuchs. Beziehungen und Familien können unter diesem Stress sehr leiden. Das hängt auch davon ab, wie damit umgegangen wird. 

Viele Menschen neigen dazu, sich in solchen Situationen eher zurückzuziehen statt in den Austausch zu gehen. Das kann viele Gründe haben. Und es macht es dir natürlich schwerer, wenn du eure Beziehung retten möchtest.

Manchmal ist die Trauer so groß, dass sie sich anderen nicht zumuten wollen. Es gibt Ängste, dass die eigenen Gefühle nicht ernst genommen werden könnten. Oder die Angst, verurteilt zu werden. Auch Scham kann ein Grund sein, weshalb sich ein Mensch in so einer Situation zurückzieht. 

Dauert der Zustand an, kann die Psyche darunter leiden. Dafür kann es sehr viele Signale und Ausdrucksformen geben. Schlaflosigkeit, ständiges Deprimiertsein, ein veränderter Appetit, allgemeine Lustlosigkeit können solche Signale sein.

Aber auch ständiges Herumhetzen ohne Atempausen, dauerndes Gereiztsein oder Aggressivität. Es können auch Ängste auftauchen oder eine Neigung, alles plötzlich “schwarz zu malen”. Das alles sind nur Beispiele für Symptome bei psychischen Problemen, es gibt natürlich noch einiges mehr. 

Was kannst du tun? 

Zuerst einmal ist es ganz wichtig, die Situation so, wie sie ist, anzuerkennen und auch den Stress, der damit einhergeht. Es ändert sich nichts, weil man es von sich wegschiebt. Und es hilft in der Regel nicht, wenn man sich zurückzieht. Gerade in einer Partnerschaft kann es sehr hilfreich und heilsam sein, wenn ihr es schafft, aufeinander zuzugehen. So könnt ihr euch mit Verständnis begegnen. Euch unterstützen und trösten. Miteinander zu reden und im Austausch zu sein, ist der erste Schritt. Wenn ihr dabei an eure Grenzen kommt, holt euch Hilfe.

Im Artikel Eheberatung habe ich die wichtigsten Infos zu Paartherapie, Coaching etc. zusammengetragen. Bestimmt gibt es darunter auch ein Angebot, das zu euch und eurer Situation passt.

Du hast dich oder deinen Partner eben in dem Absatz über psychische Belastung wiedererkannt? Dann kann dein bzw. euer Hausarzt der erste Ansprechpartner sein. Er kann euch beraten, wie es weitergehen kann. Damit ihr die Hilfe bekommt, die ihr braucht. Letztlich auch, damit ihr eure Beziehung retten könnt.

2. Untreue und Seitensprung

Worum geht es?

Kaum etwas ist für einen Partner verletzender als herauszufinden, dass es da noch jemanden gibt. Hintergangen worden zu sein. Nicht wenige Beziehungen zerbrechen an einem Seitensprung. Er reißt tiefe Wunden, zerstört Vertrauen, führt zu Selbstzweifeln auf der einen und zu Schuldgefühlen auf der anderen Seite.

Manche Paare fragen sich, ob es überhaupt weitergehen kann, wenn es schon so weit gekommen ist.

Was kannst du tun?

Eine Affäre bringt mit Sicherheit Schmerz und Zweifel in eure Beziehung, kann aber auch ein Wendepunkt werden.

Manche Paare bemerken erst dann, was ihnen wirklich an ihrer Beziehung liegt, wie wichtig der Partner ihnen immer noch ist. Und nicht selten hat dieses Vergessen zuvor dazu geführt, dass die Beziehung vernachlässigt wurde.

So kann die Untreue ein Startpunkt sein.

  • Was haben wir verloren?
  • Was haben wir aus dem Blick verloren, was für uns so wichtig ist?
  • Was möchten wir (wieder) gemeinsam erleben?
  • Wie kann ich mich wieder sicher fühlen, dem Partner vertrauen?

Um diesen Fragen nachzugehen, braucht es jetzt Zeit. Zeit für dich allein, um zu spüren, was du brauchst. Aber auch gemeinsam, um sich wirklich zuzuhören und gehört zu werden.

Nur so können die Wunden wieder heilen und neues Vertrauen in euch als Paar entstehen. Und vielleicht werdet ihr später zurückschauen und sagen: wir mussten uns erst verlieren, um uns als Paar wieder neu zu (er-)finden.

3. Kinderwunsch

Worum geht es?

Ihr habt euch entschieden: wir möchten eine Familie gründen. In Gedanken habt ihr schon alles durchgespielt und die Wohnung neu eingerichtet. Ihr habt euch vielleicht schon über Namen unterhalten.

Doch dann folgt die Ernüchterung: Monat für Monat - nichts. Eine Enttäuschung folgt auf die nächste und der Zweifel setzt sich fest in euren Herzen. Ihr fragt euch: liegt es an mir? Und die Welt scheint nur noch von glücklichen Eltern und schwangeren Frauen bevölkert zu sein. Es gibt kein Entkommen, keine Pause, es gibt nur noch dieses eine Thema.

Und das wird immer mehr auch zur Belastung für euch, schlägt auf die Stimmung. Und euer Sex ist auch nicht mehr frei, ist wie ein Mittel zum Zweck geworden. Vielleicht teilt ihr den Schmerz. Vielleicht setzt es dem einen Partner - meistens der Frau - mehr zu als dem anderen. Und ihr wisst nicht mehr, wie ihr das durchstehen könnt.

Was kannst du tun?

Natürlich bist du schon zum Experten geworden, was das Thema Kinderwunsch angeht. Aber was ist mit eurer Beziehung?

Hier ist es wichtig, genau darüber miteinander zu sprechen. Besonders, wenn einer stärker vom Thema betroffen ist als der andere, muss auch dieser gehört werden. Vielleicht leidet er einfach stiller. Oder er traut sich nicht, die eigenen Bedürfnisse zu äußern, da sie ja im Vergleich “weniger wichtig” sind?

Verschafft euch - wenn irgendwie möglich -  bewusste Auszeiten vom Thema und nutzt Hobbys und Freunde, um aufzutanken. Und seid offen miteinander. Geht aufeinander zu und vertraut euch an. Dann kann diese Krise eure Bindung möglicherweise auf Dauer sogar stärken. Und ihr könnt euch sagen: “Wenn wir das zusammen durchstehen, was soll uns dann noch aufhalten?

(Beziehungs-) Arbeit, die sich wirklich auszahlt

Um es mal klar zu sagen: Eine Partnerschaft ist keine einfache Sache, die locker-leicht und ganz von selbst funktioniert. Ich weiß, Disney hat uns da allen etwas anderes vermittelt. In vielen von uns steckt tief drinnen der Glaube, dass alles leicht und immer schön sein wird, wenn wir “den Richtigen” oder “die Richtige” gefunden haben.

Wahr daran ist, dass es natürlich Menschen gibt, die besser zueinander passen als andere. Aber wahr ist auch: Jede Beziehung bedeutet Arbeit, damit sie gut läuft.

Und bevor dich jetzt der Mut verlässt, lass mich dir sagen: Dass da Arbeit ist, heißt nicht, dass es nicht auch Leichtigkeit, Freude, Romantik und Leidenschaft geben kann. Ja, gleichzeitig. Und wenn du an eurer Beziehung arbeitest (oder sogar ihr beide gemeinsam), dann wird es mit der Zeit immer ein bisschen weniger Arbeit und dafür immer ein bisschen mehr Freude geben.

Es ist jetzt also nicht an der Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken. 

Wenn du sofort mit ganzer Power loslegen willst, um möglichst schnell aus der Krise zu kommen, empfehle ich dir meinen Kurs Beziehungs Boost. Er wurde genau dafür entwickelt - damit du bald schon richtige Erfolge sehen kannst!


Niklas Löwenstein


Muss ich mich wirklich trennen, oder gibt es noch Hoffnung? Niklas war kurz davor, seine Ehe gegen die Wand zu fahren... Um seine Kinder vor einer Scheidung zu bewahren und wieder glücklich werden zu können, stürzte er sich auf alles, was seiner Beziehung vielleicht helfen konnte. Aus dieser Suche wurde erst ein Hobby und dann nach und nach seine Lebensaufgabe. Heute ist seine Ehe glücklicher als je zuvor und er hilft mit seinen Artikeln, Büchern und Programmen hunderttausenden dabei, auch wieder glücklichere Beziehungen zu führen.

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