Unglücklich in der Ehe? 21 Anzeichen und konkrete Hilfen

von  Niklas Löwenstein

Unglücklich in der Ehe – das ist erstmal noch kein Problem, solange es einfach ein einzelner mieser Tag ist. Eheleute können genauso einfach mal schlecht drauf sein wie Singles. Und klar: Mit den Jahren kommt immer mal ein schlechter Tag dazu. Zum Problem wird es allerdings, wenn du deine Ehe dauerhaft als so elend empfindest, dass du sogar schon “unglücklich in der Ehe” als Suchwort bei Google eingibst!

Unglücklich in deiner Ehe und besorgt um das Familienleben mit Kindern?

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In diesem Fall steckst du wirklich tief in der Klemme, denn eigentlich möchten wir in unserer Partnerschaft ja glücklich sein – egal, ob nun mit oder ohne Trauschein.

Zum Glück muss eine unglückliche Ehe kein Dauerzustand bleiben. Eure Beziehung hat sich von glücklich zu unglücklich entwickelt. Und genauso kann sie sich auch von schon fast gescheitert in Himmel auf Erden verwandeln. So ging es mir selbst, als ich kurz davor war, meine Ehe gegen die Wand zu fahren, und so erlebe ich es immer wieder in meinen Coachings mit anderen Menschen, die aus ihrer unglücklichen Ehe ihre Traumbeziehung machen.

In diesem Beitrag nehme ich dich an die Hand und gehe mit dir die ersten Schritte von einer unglücklichen Ehe hin zu einer harmonischen, liebevollen und glücklichen Beziehung. Zuerst kannst du deine momentane Lage analysieren und dann zeige ich dir, welche Schlüsse du daraus ziehen kannst und wie du mit einer einfachen Übung den Anfang machen kannst, um deine Ehe zu retten.

21 Anzeichen, dass du unglücklich verheiratet bist

In mein Coaching kommen immer wieder Frauen, Männer oder Paare, die unglücklich verheiratet sind. Und obwohl natürlich alle davon überzeugt sind, dass ihre Situation einzigartig sei, ist das bei weitem nicht so. Im Gegenteil: Immer wieder höre ich ähnliche Begründungen, ähnliche Probleme und ähnliche Frustration.

Im Folgenden liste ich die häufigsten Anzeichen, die mir bisher in meinen Coachings begegnet sind, wenn ich frage: “Woran machst du fest, dass du in einer unglücklichen Ehe lebst”?

Nimm dir gerne Zettel und Stift zur Hand und führe beim Lesen eine Strichliste, wie viele der 21 Anzeichen auf euch zutreffen.

Übrigens: Es ist Absicht, dass da jedes Mal “ihr” steht und nicht “dein Partner oder deine Partnerin”. Denn ganz ehrlich: Bestimmt kannst auch du dein Verhalten ändern, um wieder mehr Liebe und Zuneigung in eure Ehe zu bringen! Es nutzt nichts, die Fehler immer nur bei der anderen Person zu suchen. Sei bei der Beantwortung also ehrlich und schreib nicht nur auf, was dein Partner oder deine Partnerin an Fehlern macht. Notier auch, was du selbst ändern kannst.

Wie viele Anzeichen bei euch zutreffen, damit du deine Ehe für dich als unglücklich definierst, hängt von dir selber ab. Vielleicht gibt es ein k.o.-Kriterium, das alle anderen guten Aspekte in den Schatten stellt? Oder vielleicht macht die Summe der Anzeichen für dich den Unterschied? Das wichtigste ist: Bleib bei der Beantwortung ehrlich!

Ihr verhaltet euch nicht mehr liebevoll

Wenn wir frisch verliebte Paare sehen, geht es uns diese offensichtliche Verliebtheit manchmal schon auf den Geist. Dieses andauernde Anlächeln und Händchenhalten… Doch genau diese kleinen liebevollen Gesten machen es so schön, verliebt zu sein. Sie wirken nicht nur in der anfänglichen Phase der Verliebtheit, sondern auch noch später, wenn aus Verliebtheit Liebe wird.

Denn sie zeigen uns, dass unser Lieblingsmensch nach wie vor gern mit uns zusammen ist.

Ihre respektiert euch nicht mehr

Respekt voreinander sollte die Grundlage jeder menschlichen Beziehung sein. Das gilt im Arbeitsleben und natürlich auch im Familienleben! Respekt bedeutet, dass du den Wert einer anderen Person anerkennst. Meist verknüpfen wir Respekt mit herausragenden Leistungen. Allerdings sollten wir Respekt vor jedem Menschen haben; unabhängig von bestimmten Leistungsanforderungen. Wir sollten die Bedürfnisse der Person genauso anerkennen wie die Entscheidungen. Das heißt nicht, dass wir alles gut finden müssen. Im Gegenteil: Zustimmung geht über Respekt hinaus. Fehlender Respekt in der Beziehung macht sich zum Beispiel darin bemerkbar, dass ihr lieber Termine an einander vorbei vereinbart und euch dann über Überschneidungen ärgert, statt die Termine der anderen Person mit zu berücksichtigen und von vornherein aufeinander abzustimmen. 

Ihr wertet euch gegenseitig ab

Still dir vor, du freust dich über eine Beförderung im Job. Du erzählst deiner Lieblingsperson freudestrahlend davon. Und als Antwort bekommst du bloß ein “Naja, was du machst, ist halt auch nicht besonders anspruchsvoll. Da ist die Beförderung jetzt auch nichts Besonderes.” Zack, das saß. Deine Leistung wurde gerade entwertet, und zwar auf’s Übelste. Diese Art von Abwertung spielen Menschen manchmal auch über Bande: Dann erzählen sie im Gespräch mit anderen abwertende Details. Beides macht eine Beziehung kaputt. Denn selbst wenn die Abwertung nie offen ausgesprochen wird, ist sie im Kopf präsent. Sie beeinflusst damit nicht nur Gedanken, sondern unterbewusst auch das Verhalten. Kleine Gesten oder ein Stirnrunzeln können schon ausreichen, um die Abwertung zum Ausdruck zu bringen.

Eure Kommunikation ist Mist

Erinnerst du dich noch an die ersten SMS (oder, falls es die damals noch nicht gab: Briefe), die du von deinem Ehemann oder deiner Ehefrau zu Beginn eurer Beziehung bekommen hast? Selbst wenn es nur um Organisatorisches ging, stand da vermutlich statt “Milch ist leer” eher so etwas wie “Hallo Häschen, kannst du bitte vom Laden einen Liter Milch mitbringen, falls du einkaufen gehst? Das wäre so wunderbar von dir! Ich kann es kaum erwarten, dich heute Abend in die Arme zu schließen!”

Wie häufig schreibst du noch solche Nachrichten? Und wie häufig sind es dann doch eher nur die harten Fakten?

Zu erfolgreicher Kommunikation gehört viel – nicht umsonst gibt es dazu viele gute Bücher! Falls du einen Anfang machen willst, um eure Kommunikation zu verbessern, lies gerne meinen Beitrag über Aktives Zuhören.

Ihr habt Geheimnisse voreinander

Natürlich ist nicht jedes Geheimnis schlecht. Gute Geheimnisse sind Geheimnisse, die dich begeistern, über die du dich freust und die du am liebsten in die ganze Welt hinausschreien würdest, aber es aus einem gewissen Grund nicht tust. Der Klassiker sind Geschenke, die noch nicht übergeben werden sollen. Für viele Paare fällt in den ersten Wochen einer Schwangerschaft auch das Geheimnis des Babys im Bauch darunter. 

Und dann gibt es die negativen Geheimnisse. Das sind diejenigen Dinge, die wir geheim halten, weil wir befürchten, dass sie uns schaden, wenn sie ans Licht kommen. Innerhalb einer Ehe können das sowohl Geldfragen als auch Affären sein – es kann aber auch um vermeintliche Kleinigkeiten gehen wie eine Schramme im Auto oder einen verpassten Termin. Wenn es um Vorfälle geht, die während eurer Beziehung passieren, sollten sie kein Geheimnis bleiben. Schwieriger ist die Einordnung, falls die Ereignisse vor dem Beginn eurer Partnerschaft liegen. Dann braucht ihr Fingerspitzengefühl bei der Frage, was ihr euch mit welchen Details erzählt. 

Ihr verbringt lieber Zeit ohne einander

Ihr müsst nicht 24 Stunden am Tag aufeinander hocken, um eine glückliche Beziehung zu leben. Im Gegenteil ist es wichtig, dass ihr auch Zeit mit anderen Menschen verbringt und dass ihr euch nicht in der Beziehung verliert. Problematisch wird es, wenn ihr die gemeinsame Zeit gar nicht vermisst, wenn sie mal fehlt. Ganz ehrlich: Wenn ich mal zwei Tage sturmfrei zu Hause habe, weil meine Frau mit den Kindern weg ist, genieße ich das auch. Und meiner Frau geht es andersherum genauso. Wenn wir uns dann aber wiedersehen, freuen wir uns aufeinander. 

Ein Zeichen für eine unglückliche Partnerschaft ist es, wenn es euch eigentlich lieber ist, wenn die andere Person nicht da ist und ihr eure Zeit allein oder mit anderen Menschen verbringt.

Die Beziehung raubt Energie

Im Optimalfall gibt euch eure Ehe Energie. Ihr zieht Energie daraus, Zeit miteinander zu verbringen, euren Alltag miteinander zu gestalten, etwas Außergewöhnliches miteinander zu erleben und eure Erlebnisse miteinander zu teilen. Das soll nicht heißen, dass ihr nach einer anstrengenden gemeinsamen Bergwanderung (oder einem gemeinsamen Hausputz!) nicht erschöpft sein dürftet. Vielmehr geht es um die Frage: Hat die Bergwanderung gemeinsam mehr Energie gekostet als alleine? Oder war sie gemeinsam schöner, erfüllender und spannender?

Ihr verliert das Interesse aneinander

Als ihr euch kennen lerntet, wolltest ihr vermutlich sehr viel voneinander erfahren. Und wenn dein Lieblingsmensch von seinem Tag erzählte, hingst du an seinen Lippen. Ist das immer noch so? Oder ertappst du dich dabei, wie du heimlich die Einkaufsliste im Kopf durchgehst, während deine Partnerin oder dein Partner von der letzten Dienstreise erzählt? Es ist normal, dass man im Laufe einer Ehe viele Dinge einfach schon weiß und dass sich bestimmte Ereignisse so oft wiederholen, dass sie kaum der Rede wert sind. Dieses wortlose Verstehen ist für viele Menschen auch etwas, das eine langjährige Beziehung so schön macht. Man kennt sich einfach in- und auswendig. Trotzdem entwickeln wir uns alle weiter und entsprechend ist es ein Fehlschluss, wenn wir davon ausgehen, schon alles über die andere Person zu wissen. Es gibt immer wieder neue Aspekte an einer Person. Das Interesse daran gehört zu jeder glücklichen Beziehung.

Ihr habt unterschiedliche Wertvorstellungen und setzt unterschiedliche Prioritäten

Prioritäten entwickeln sich aus Wertvorstellungen. Und wenn eure Wertvorstellungen weit auseinander gehen, habt ihr ganz automatisch unterschiedliche Prioritäten im Leben. Solange es sich dabei nur um einzelne Aspekte handelt und ihr im Großen und Ganzen ähnliche Werte teilt, könnt ihr damit dennoch eine glückliche Ehe führen. Schließlich wachsen wir auch an Unterschieden. Das Zusammenleben fällt aber wesentlich leichter, wenn zumindest der Großteil der Werte übereinstimmt. Ein klassischer Fall von unterschiedlichen Prioritäten, die Eheleute im Laufe der Zeit entdecken, ist die Sorgearbeit für Kinder und die daraus entsprechende mentale Belastung. Vor der Geburt des ersten Kindes haben beide vielleicht gleichmäßig den Haushalt geschmissen. Nun stehen sie vor der Frage: Wer leistet die Sorgearbeit und was genau gehört dazu? Wenn da die Wertvorstellungen nicht zusammenpassen, kann das schnell zu einer extrem belastenden Situation führen. 

Ihr versucht, eure Ehe zu verheimlichen

Wenn ihr zusammen irgendwo seid, tretet ihr als Paar auf. Das ist klar. Doch wie ist das, wenn du allein unterwegs bist? Lässt du deinen Ehering an (außer, es gibt einen guten Grund dagegen, zum Beispiel Sport)? Sagst du “ich werde abgeholt” statt “mein Mann holt mich ab?” Klar musst du deine Beziehung nicht jeder Person sofort auf die Nase binden. In manchen Situationen geht es einfach nicht ums Privatleben. Meine Frage ist vielmehr: Versuchst du, deine Ehe bewusst zu verschweigen, weil sie dir peinlich, unangenehm oder im Weg ist? Das ist ein starkes Signal für eine unglückliche Ehe.

Ihr habt ein ungutes Gefühl beim Gedanken daran, gemeinsam alt zu werden

Vielleicht gibt es gute Gründe, jetzt noch zusammen zu bleiben – zum Beispiel wegen gemeinsamer Kinder oder finanzieller Verpflichtungen. Irgendwann aber stellt sich die Frage: Wollt ihr miteinander alt werden? Wollt ihr den Rest eures Lebens miteinander verbringen? Wenn die Antwort darauf “ich weiß es nicht” oder sogar “nein” ist, steht eure Partnerschaft auf sehr wackeligen Beinen. 

Ihr vergleicht euch mit anderen Paaren

Um Vergleiche kommen wir im Leben nicht herum. Es ist auch normal, zwischendurch mal zu meckern und anzunehmen, dass in anderen Partnerschaften alles viel harmonischer abläuft. Bleibt es bei der Feststellung? Oder wird daraus ein Vorwurf? Der Vergleich kann nämlich sehr schnell zum Vorwurf werden, wenn es in der eigenen Beziehung gerade nicht so gut läuft. Dabei ist euch eigentlich doch auch klar, dass jede Beziehung ihre eigene Dynamik hat und ihr von anderen nicht auf euch schließen solltet. 

Ihr habt keinen Spaß mehr miteinander

Im Laufe der Zeit nimmt der Alltag zu und die Anzahl der Dates ab. Gerade, wenn Kinder im Spiel sind, werden aus Paaren schnell Eltern, die nur noch von Aufgabe zu Aufgabe leben und ihren Alltag rund um die Pflichten als Papa und Mama organisieren. Und ehe man sich versieht, steckt man im After-Kids-Dilemma fest. Das ist leider ziemlich normal, denn in kaum einem Vorbereitungskurs lernen wir, wie wir ein Paar bleiben, wenn Kinder gefühlt 100 Prozent unserer Zeit und 120 Prozent unserer Energie aufsaugen. Wenn dir das bekannt vorkommt, schau dir gerne mein Video zum After-Kids-Dilemma an. Darin erkläre ich, wie die Liebe wieder zurückkommen kann.

Ihr habt das Gefühl, durch eure Ehe etwas zu verpassen

Klar ärgern wir uns alle mal, wenn wir etwas verpasst haben, das uns wichtig war oder auf das wir uns gefreut haben. Ob nun wegen einer Krankheit, wegen eines anderen Termins oder aus Vergesslichkeit, Zeitmangel oder Geldproblemen: Wir alle wünschen uns, dass wir gewisse Dinge hätten tun können, die leider an uns vorbeigezogen sind. Macht ihr für diese versäumten Erlebnisse eure Ehe verantwortlich? Habt ihr das Gefühl, euer Partner oder eure Partnerin steht euch bei der Verwirklichung eurer Ziele und Träume im Weg? Diese Einstellung führt sehr schnell in die Abgründe der unglücklichen Ehe. Ihr versperrt euch nämlich den Blick auf all das, was nur dank eurer Partnerschaft möglich ist. Dankbarkeit über das, was ist, entwickelt sich in einer unglücklichen Partnerschaft zu Frust über das, was nicht sein kann.

Ihr entfernt euch voneinander

Vielleicht verbringt ihr immer weniger Zeit miteinander. Vielleicht ist die Entfernung auch eher eine innere Entfremdung, die nichts mit der körperlichen Distanz zu tun hat. Eure Gedanken sind einfach immer weniger bei eurem Lieblingsmenschen und ihr macht keinerlei Anstrengungen, diese Entfernung wieder zu schließen. 

Der Spaß in der Beziehung fehlt

Vorlieben ändern sich. Vielleicht seid ihr früher gern auf Konzerte gegangen oder in einen Freizeitpark. Und jetzt genießt ihr eher eine Bootstour oder ein gutes Restaurant. Das ist vollkommen okay. Die entscheidende Frage lautet: Habt ihr weiterhin Spaß zusammen, zumindest auf euren Dates? Oder nehmt ihr euch die Zeit nicht? Oder fehlen euch Ideen für gemeinsame schöne Momente? Lass dich gerne von meinen 111 Ideen für Date-Nights zu Hause inspirieren. Und vielleicht fällt euch dabei auch eine Idee ein, was ihr außerhalb der eigenen vier Wände mal wieder unternehmen könnt.

Ihr kuschelt nicht mehr

Händchen-Halten, Umarmungen, ein Kuss zur Begrüßung und zum Abschied. Ist das in eurer Ehe normal? Oder lebt ihr eigentlich eher wie in einer WG? Kuscheln, auch ohne Sex, schüttet Glückshormone aus. Nimm also deinen Lieblingsmenschen ruhig mal öfter in den Arm!

Ihr habt keinen Sex mehr

Bestimmt war dir schon von vornherein klar, dass fehlender Sex ein Anzeichen für eine unglückliche Ehe ist. Statistisch gesehen ist es normal, dass der Sex im Laufe einer Beziehung etwas weniger wird. Problematisch wird es natürlich, wenn Sex gar nicht mehr vorkommt und besonders, wenn mindestens eine Person eigentlich gern mehr Sex hätte. 

Manche Pärchen können sehr genau festmachen, woher der Sexmangel kommt. Andere stehen da völlig auf dem Schlauch. Natürlich ist auch noch die Frage, ob es sich um eine generelle Unlust handelt, oder ob die Lust auf Sex durchaus da ist – aber eben nicht mit dem Partner oder der Partnerin. Falls du unsicher bist, woher eure sexuelle Unlust kommt, schau gerne mal hier nach: Fünf Ursachen für sexuelle Unlust beim Mann und neun Gründe für sexuelle Unlust bei Frauen

Ihr fühlt euch einsam

Das klingt paradox, oder? Obwohl ihr zusammen seid, fühlt ihr euch einsam. Einsamkeit hat mehr mit der Verbundenheit zu anderen Menschen zu tun als mit körperlicher Nähe. Wenn du dich von deinem Partner oder deiner Partnerin entfremdet hast, kannst du dich einsam fühlen, selbst wenn ihr nebeneinander auf der Couch sitzt oder gemeinsam esst. 

Ihr plant euer weiteres Leben jenseits der Ehe

Das ist wohl eines der deutlichsten Anzeichen, dass die jetzige Situation sehr verfahren ist. Wer sein künftiges Leben ohne den jetzigen Partner oder die jetzige Partnerin plant, hat die Beziehung schon aufgegeben. Da ist es auch kein Wunder, dass ihr unglücklich in der Ehe seid. Die Frage ist: Willst du aufgeben oder willst du dich daran setzen, deine Ehe zu retten?

In eurer Ehe gibt es sprachliche, emotionale oder körperliche Übergriffe

Es gibt keinerlei Rechtfertigung für Übergriffe. Wenn du Opfer solcher Übergriffe bist oder in der Vergangenheit selbst übergriffig wurdest, such dir bitte professionelle Hilfe. Stell deinen Selbstschutz an vorderste Stelle und informiere dich über Möglichkeiten, deine Situation zu verbessern. Informationen zu Hilfsangeboten findest du in meinem Artikel zu toxischen Beziehungen.

Unglücklich verheiratet – als Ursache oder Folge?

Ich habe oben schon das After-Kids-Dilemma angesprochen, und genauso auch das Gefühl, dass ihr durch die Ehe etwas verpassen könntet. In beiden Fällen seid ihr unglücklich in der Ehe, allerdings ist die Ehe nicht immer der empfundene Grund für das Unglück. Manchmal ändern sich die Umstände so rasant, dass eine unglückliche Partnerschaft die Folge dieser Veränderungen ist. Nicht immer nehmen wir diese Veränderungen von Anfang an als problematisch wahr. Wird ein neues Baby in die Familie geboren, ist das schließlich meist ein Grund zur Freude. Dennoch kann es die Beziehung belasten. Eine Krankheit oder ein Todesfall im Familienkreis dagegen können die Ehe ebenfalls verändern. Manche Ehen zerbrechen daran; andere Paare gehen gestärkt aus solchen Schicksalsschlägen hervor.

Überleg dir also: Bist du unglücklich in der Ehe, weil sich diese durch äußere Umstände stark verändert hat, oder ist die Partnerschaft selbst der Grund für das Unglück?

Diese Unterscheidung wird dir bei der Entscheidung helfen, was du tun kannst, um wieder eine glückliche Ehe zu führen.

Macht eine unglückliche Ehe krank?

Es ist mehr als nur ein oberflächlicher Spruch, wenn wir sagen, dass uns eine unglückliche Beziehung krank macht. Eine unglückliche Ehe kann tatsächlich krank machen, wie Forscherinnen aus den USA herausfanden. Besonders das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nimmt in unglücklichen Beziehungen zu, und zwar für Frauen stärker als für Männer und für beide Geschlechter mit zunehmendem Alter immer mehr. 

Eine unglückliche Ehe ist also ein Risikofaktor für deine Gesundheit. Da es allerdings auch viele Studien gibt, die davon ausgehen, dass Menschen in einer Beziehung gesünder leben als allein, lohnt es sich, deine Ehe zu retten statt aufzugeben. Dabei unterstütze ich dich gerne! Im nächsten Abschnitt gehe ich genauer darauf ein, was du tun kannst.

Was tun wenn man in der Ehe unglücklich ist?

Vielleicht hast du beim Lesen der Anzeichen gemerkt, dass deine Ehe eigentlich ziemlich glücklich ist und du nur einfach mal einen schlechten Tag hattest. Falls das so ist, beglückwünsche ich dich und hoffe, dass du auch weiterhin viel Freude in deiner Beziehung hast!

Vielleicht hat dich das Lesen dieses Beitrags aber auch in dem Gefühl bestärkt, dass deine Ehe ziemlich unglücklich ist. Falls das so ist, hast du nun drei Möglichkeiten, wie du weitermachst. Die erste Option ist, nichts zu tun. Du machst weiter wie bisher. Das wird dazu führen, dass sich auch in deiner Ehe nichts ändert. 

Die zweite Option ist, dass du beschließt, die Ehe zu beenden. Eine Scheidung ist ein sehr großer Schritt, der nicht unüberlegt getroffen werden sollte. Denn meist sind die Beziehungsprobleme lösbar – wenn du nur weißt, wie! 

Momentan bremsen diese Probleme allerdings jegliche Anstrengungen deinerseits aus, etwas zum Positivem zu verändern. Deshalb nenne ich sie Beziehungsbremsen. Sie können eure Ehe dauerhaft im Unglück halten.

Welche Beziehungsbremse in eurer Ehe den größten Einfluss hat, kannst du leicht mithilfe meines Beziehungsbremsentests herausfinden. 

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Falls du wirklich der Meinung bist, dass eine Trennung der beste Schritt für euch ist, hab ich dir hier acht Hinweise zusammengestellt, die du auf jeden Fall berücksichtigen solltest, damit du deine Beziehung mit möglichst wenig Drama beendest.

Viel lieber wäre mir allerdings, wenn du eurer Ehe noch eine Chance geben würdest. Denn ich erlebe in meinen Coachings immer wieder, dass sich Paare nicht nur zusammenraufen, sondern in ihrer Beziehung wieder aufblühen, wenn mindestens eine der beiden beteiligten Personen wirklich etwas ändern will. 

Ganz ehrlich: Was hast du schon zu verlieren? Gib eurer Ehe noch ein wenig Zeit. Und stecke in dieser Zeit alles darein, eure Partnerschaft wieder aufleben zu lassen. Klar musst du Energie und Willen investieren und Dinge ändern. Wenn du nichts änderst, wird sich auch eure Ehe nicht ändern. Doch die Initiative lohnt sich. 

Unglücklich in der Ehe: Gib deiner Partnerschaft eine Chance!

Eure Ehe hat eine Chance, wieder glücklich zu werden, wenn du dafür eintrittst. Gerne unterstütze ich dich dabei und zeige dir den ersten Schritt in meinem kostenlosen Online-Kurs "Klarheit".

In 7 kostenlosen Videos (Gesamtdauer etwa 60 Minuten) bekommst du wirkliche Klarheit darüber, wie du die Dinge, die deine Beziehung bis jetzt schwieriger gemacht haben, dafür nutzen kannst, sie ab heute wieder aufblühen zu lassen.

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Niklas Löwenstein


Muss ich mich wirklich trennen, oder gibt es noch Hoffnung? Niklas war kurz davor, seine Ehe gegen die Wand zu fahren... Um seine Kinder vor einer Scheidung zu bewahren und wieder glücklich werden zu können, stürzte er sich auf alles, was seiner Beziehung vielleicht helfen konnte.

Aus dieser Suche wurde erst ein Hobby und dann nach und nach seine Lebensaufgabe. Heute ist seine Ehe glücklicher als je zuvor und er hilft mit seinen Artikeln, Büchern und Programmen hunderttausenden dabei, auch wieder glücklichere Beziehungen zu führen.

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